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Männer brauchen es, Frauen noch viel mehr: Vitamin B für die Karriere

26.07.11


Warum sich Berufsnetzwerke für Frauen lohnen und wie man sie aufbaut.

Männer tun es seit Jahrhunderten: Sie knüpfen Kontakte, bauen sich ein Netzwerk auf und holen sich für ihr berufliches Weiterkommen Unterstützung bei ihren Verbündeten. Sie tun gut daran. Unternehmensbefragungen zeigen immer wieder, dass beruflicher Erfolg nur zu einem geringen Teil von der eigenen Leistung abhängt. „Wer weiterkommen möchte, braucht Menschen, die ihn unterstützen“, weiß auch Sabine Osmanovic, Netzwerk-Expertin und Vizepräsidentin des Frauennetzwerkes Business and Professional Women (BPW) Germany.

Dass Frauen dabei an negativ besetzte Begriffe wie Seilschaften und Geklüngel denken, hat Osmanovic nur zu oft erlebt: „Für Männer ist Netzwerken eine Selbstverständlichkeit, Frauen denken immer, sie müssten alles alleine schaffen.“ Dabei sei Netzwerken in Unternehmen keine Schande, sondern ein Muss. Um zu erfahren, was in anderen Abteilungen läuft oder welche Positionen demnächst zu besetzen sind, sind Kontakte gefragt. Für Selbstständige ist es darüber hinaus unerlässlich, sich über Netzwerke bekannt zu machen, um Aufträge zu generieren.

Die wichtigste Regel für erfolgreiches Netzwerken ist für Osmanovic, sich zunächst einmal selbst einzubringen: „Überlegen Sie nicht, was Sie bekommen können, sondern was Sie geben können. Diese Investition wird sich lohnen“, so die Trainerin und Auditorin für Qualitätsmanagement. Wer ein Netzwerk gefunden hat, in dem er sich wohl fühlt, sollte dann Präsenz zeigen und Kontakt halten. Osmanovic rät dazu, sich Notizen von interessanten Gesprächen und Begegnungen zu machen: „Es macht großen Eindruck, wenn Sie beim nächsten Treffen nach dem Hund fragen oder wissen, dass derjenige seinen Tee mit Milch trinkt“, erzählt die Schweinfurterin. Besonders gut fand Osmanovic die Idee eines Autoren, der das ganze Jahr über nach jeder wichtigen Begegnung sogleich eine Weihnachtskarte an seinen neuen Kontakt verfasste und die Karten bis Weihnachten sammelte.

Nicht unterschätzen solle man laut Osmanovic die bestehenden Netzwerke aus Nachbarn und Vereinen. „Wir haben Kontakte von Geburt an, wir müssen sie nur pflegen“, rät die Netzwerkerin. Wer den Berufseinstieg noch vor sich hat, sollte nach einem Ferienjob oder einem Praktikum den Kontakt zum Unternehmen nicht abbrechen lassen. „Schreiben Sie einfach mal wieder eine Karte, vielleicht zu einem ungewöhnlichen Anlass wie Ostern“, so Osmanovic.

Internetnetzwerke wie Xing oder Facebook sind eine nützliche Ergänzung, wenn es um die Pflege von Kontakten geht. Osmanovic warnt jedoch davor, auf den Portalen Privates und Geschäftliches zu sehr zu vermengen: „Bedenken Sie, dass das Internet nichts vergisst und jedes Foto ewig stehen bleibt.“ Personaler würden teilweise gezielt im Netz nach Informationen über potenzielle Arbeitnehmer suchen. Da komme das Foto von der letzten Party nicht gut an.

Gerade für Frauen, die es nach wie vor auf der Karriereleiter schwerer haben als Männer, ist es unerlässlich, sich ein funktionierendes Netzwerk aufzubauen. Dabei ist es sinnvoll, sich neben einem eigenen, persönlich aufgebauten Netzwerk, ein bereits bestehendes, professionelles Berufsnetzwerk zu suchen. Eines dieser Netzwerke sind die Business and Professional Women (BPW) Germany, eines der größten und ältesten Netzwerke für angestellte und selbstständige Frauen weltweit. Henrike von Platen, Präsidentin des deutschen Verbandes, ist vom Nutzen rein weiblicher Netzwerke überzeugt. „ Frauen müssen sich gegenseitig einfach mehr unterstützen und Netzwerke bilden. Männer machen das ja auch seit Jahrhunderten – mit großem Erfolg“, bekräftigt von Platen.

Mehr als 30.000 BPW-Mitglieder in rund 100 Ländern setzen sich dafür ein, Frauen aller Hierarchiestufen bei der Entwicklung ihrer beruflichen Potenziale zu fördern. 43 regionale Clubs gibt es allein in ganz Deutschland. Sie bieten berufstätigen Frauen seit mehr als 60 Jahren neben persönlichem Austausch Vorträge, Tagungen, Mentoring und Schulungen.



 

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