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Frauen verändern die Welt – BPW lud Frauen in Männerdomänen zur Diskussion

 

Bonn, 5.3.2020. Sportlerin, Wissenschaftlerin und ehrenamtliche Helferin – drei ganz unterschiedliche Frauen berichteten bei einer Podiumsdiskussion des Clubs Business and Professional Women Bonn in Kooperation mit dem Social Impact Lab Bonn, wie sie durch ihr Handeln die Welt verändern – nicht nur für sich, sondern auch für andere Frauen und die Gesellschaft. Zudem entwickelten sie Ideen, was Frauen tun können und wie sie gefördert werden können, um einen Beitrag zu einer starken Zukunft für alle zu leisten.

 

„Frauen leisten in vielen Bereichen Pionierarbeit. Die drei Frauen in unserer Diskussionsrunde haben sich über Grenzen hinweggesetzt. Sie haben gezeigt, was Frauen in vermeintlichen Männerdomänen leisten können. Sie sind für andere Frauen Mut machende Vorbilder“, erklärte Dr. Nicole Bick, Erste Vorsitzende des BPW Bonn, zur Begrüßung. In der von Kim Kanders, Vorstandsmitglied des BPW Bonn, moderierten Talkrunde zeigte sich, dass vor allem etablierte Strukturen überwunden werden müssen, damit Frauen eine Chance auf gleichberechtigte Teilhabe bekommen.

 

Die Vision: Männer und Frauen in einem Team

Elli Schulte ist Slackline-Weltmeisterin. Seit zwölf Jahren vollführt sie Kunststücke auf einer fünf Zentimeter schmalen Leine. Sie ist die erste Frau, die den Salto vorwärts und rückwärts auf der Slackline geschafft hat. Der einarmige Handstand auf dem Seil ist nach ihr benannt: Ellicopter. In Wettkämpfen trat sie immer wieder gegen Männer an, denn Slackline ist nach wie vor ein männerdominierter Sport. Dass sie es bis an die Weltspitze geschafft hat, liegt an den Strukturen dieses Trendsport: „Durch die Bewertungskriterien Kreativität, Vielfalt und Technik können Männer und Frauen gemeinsam antreten“, erklärt die Weltmeisterin und appelliert: „Es wäre schön, wenn man auch in anderen Sportarten solche Strukturen schaffen würde, die nicht trennen, sondern verbinden“.  

 

„KI ist rassistisch und sexistisch“

Welche Potenziale bietet die Digitalisierung für die Gestaltung der Arbeitswelt? Welche Auswirkungen hat sie auf die Beschäftigten? Und: Wie neutral ist KI tatsächlich? Antworten auf diese und andere Fragen sucht Sonja Ötting, wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem Forschungsprojekt der Universität Bielefeld. Sie gehört zu den wenigen Frauen, die in den Bereichen Wissenschaft und digitale Technologie tätig sind. Dabei arbeitet sie in einem Projekt, das vor allem für Frauen spannende Antworten bereithält, denn noch immer sind sie es, die ihre Arbeitswelt so gestalten, dass sie mit der Familie vereinbar ist. Anschaulich berichtete sie, dass die Daten und Algorithmen, auf denen KI basiert, Stereotypen weitertragen und fordert, dass die Basis für die Technologien diverser werden müsse: „Künstliche Intelligenz ist rassistisch und sexistisch. Sie benachteiligt Frauen. Das muss sich ändern.“    

 

„Frauen machen die Arbeit, ein Mann hat den Vorsitz – das ist typisch“

Manuela Bertram engagiert sich in dem Verein Hand in Hand for a better life. Der Verein hilft einem Dorf in Uganda, die Armut zu überwinden. Der Ansatz ist ganzheitlich und soll Hilfe zur Selbsthilfe bieten. Der Verein informiert über freiwillige Familienplanung, hilft beim Aufbau eines Gesundheitssystems, fördert die Gleichberechtigung und die Bildungschancen für Mädchen, beispielsweise durch den Bau einer Schule. Das heißt, dass vor allem die Frauen und ihre Förderung im Fokus stehen. Sie sind es auch, die sich mehrheitlich in allen Bereichen engagieren – auch in der Landwirtschaft. „Die Frauen machen die Arbeit, aber ein Mann hat den Vorsitz – das ist ganz typisch“, berichtet Bertram, die gerade aus Uganda zurückgekehrt ist. Allerdings gibt es auch viele andere Beispiele, die zeigen, dass Frauen selbstbewusst Führungspositionen übernehmen, wie die Leiterin der Schule: „Wir müssen es schaffen, den Frauen Selbstbewusstsein zu geben. Sie sollen, dass sie selbst etwas bewegen können.“ Ein Wunsch, der nicht nur auf die Frauen in Uganda zutrifft.   

 

Die Veranstaltung fand am 4. März 2020 im Social Impact Lab in Bonn statt.

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