Nachhaltigkeit geht uns alle an!

Aktualisiert: 31. Okt.

Ein BPW Bonn Blogbeitrag des Projektteams Nachhaltigkeit | 09/2022


"Nachhaltigkeit geht uns alle an!" Bis dahin stimmen mir sicher alle zu.


Daher hat sich der BPW Bonn dem Thema Nachhaltigkeit gewidmet und sich zum Ziel gesetzt, nachhaltige Vereinsarbeit zu leisten.

Das ist dann der Zeitpunkt, an dem sich erste Verwunderungen abzeichnen und folgende Frage im Kopf kreist: „Moment, was hat denn ein berufliches Frauennetzwerk, das sich für Gendergerechtigkeit und Chancengleichheit im wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Leben einsetzt, mit Nachhaltigkeit zu tun?


Sehr viel sogar! Fangen wir aber von vorne an.

Zunächst einmal zur Begrifflichkeit: Es gibt keine allgemeingültige Definition für den Begriff Nachhaltigkeit. Etwas wird als nachhaltig bezeichnet, wenn es dauerhaft, langlebig, umweltverträglich oder auch vernünftig ist. Heutzutage sprechen wir von verschiedenen Facetten von Nachhaltigkeit – und von ökologischer, ökonomischer und sozialer Dimension. Und je nachdem wie man es sieht, gibt es noch viel mehr Dimensionen. Nachhaltigkeit ist also mehr als nur Umweltschutz oder Klimaschutz.

Und welche Rolle kann der BPW dabei spielen? Bleiben wir mal bei den eben genannten drei Dimensionen:

(1) Die soziale Dimension zielt auf gleiche Chancen, Wohlstand, Bildung und Kultur für alle. Das sind Bereiche, für die auch der BPW steht, nämlich Geschlechtergerechtigkeit, Chancengleichheit und auch (Weiter-)bildung. Wir vert


reten also klassische Nachhaltigkeitsthemen!

(2) Mit der ökonomischen Nachhaltigkeit soll eine leistungsfähige Wirtschaft gewährleistet werden, die nachfolgenden Generationen keine Probleme hinterlässt. ​Aber wie soll das gehen, wenn die eine Hälfte der Weltbevölkerung systemisch benachteiligt wird? Der BPW setzt hier schon wichtige Zeichen. Denken wir nur einmal an die Equal Pay Kampagne, die Initiative Frau.Macht.Digital oder das Mentoringprogramm, das Frauen in ihrer beruflichen Entwicklung und Karriereplanung stärkt und in letzter Instanz Frauen auf ihrem Weg zu Führungspositionen geleitet. Was für ein geballtes Potential für eine leistungsfähige Wirtschaft sich da auf den Weg macht! Ich möchte es female sustainable Leadership nennen.

(3) Aber was hat nun der BPW mit der ökologischen Dimension der Nachhaltigkeit zu tun? Nun ja, es wurden bereits viele ökologische Projekte auf internationalem Parkett unter der Schirmherrschaft eines BPW Clubs initiiert. Hier möchte ich auf das Projects Booklet verweisen, das die ehemalige Präsidentin des BPW International, Dr. Amany Asfour, ins Leben gerufen hat. Insbesondere die Projekte, die unter SDG 6, 13, 14, 15 gelistet sind, zielen auf ökologische Nachhaltigkeit.




Es zeigt sich immer wieder, dass Frauen für ökologische Belange besonders sensibilisiert sind. Denken wir nur an die Rolle der Frau in der Umweltpolitik in Deutschland. Da sind zum Beispiel die Mütter gegen Atomkraft – eine damals spontan entstandene Organisation nach Tschernobyl, die zum Ziel hat, den Ausstieg aus der Atomenergienutzung zu erreichen und die bis heute aktiv ist. Oder Luisa Neubauer, die in Deutschland für die Klimaschutzbewegung der jungen Generation steht und klare Forderungen an die Politik stellt. Auf internationaler Ebene ist es Greta Thunberg, die mit Fridays For Future die Klimaschutzbewegung erst ins Rollen gebracht hat und die, ähnlich wie in den Anfängen von Greenpeace, durch ihren Aktivismus und ihre Ansprachen, wie die vor der UN und beim Weltwirtschaftsforum in Davos, eine unheimliche Präsenz in der Gesellschaft einnimmt.

Es gibt noch viel mehr Beispiele, die verdeutlichen, was ein Frauennetzwerk mit Nachhaltigkeit zu tun hat. Ich denke aber, eines ist angekommen:


Dass es etwas damit zu tun hat!

Und genau deswegen habe ich eine Vision, in der wir eines Tages vom BPW ganz selbstverständlich als nachhaltiges berufliches Frauennetzwerk sprechen – ohne eine weitere Erklärung, Ausführung oder gar Blogeintrag😊 Silke Kladt | 09/2022




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